Über Joseph

Der Tenor Joseph W G Morris absolviert derzeit einen Master in Music Performance (Vocal Performance) am Conservatorio della Svizzera italiana in Lugano, wo er bei Robert Murray studiert. Für das akademische Jahr 2026/27 erhält er ein Vollstipendium für die Studiengebühren der Stiftung S. & B. Salzmann.

Im Juli 2026 gab Joseph mit dem OperUs Opera Studio am Ridotto del Teatro Verdi in Triest sein Rollendebüt als Don Ottavio in Mozarts Don Giovanni, unter der musikalischen Leitung von Massimo Merone und in der Regie von Ilaria Zanetti. Seine Arbeit an der Rolle begann beim Spoleto Vocal Arts Workshop 2025, wo er unter der Leitung von Patrice Caurier und Moshe Leiser „Come mai creder deggio“ und „Dalla sua pace“ aufführte. 2026 sang er am Conservatorio della Svizzera italiana die Szene, die mit „Don Ottavio, son morta!“ beginnt und mit „Dalla sua pace“ endet, unter der Regie von Antonella Agati. Zu seinen früheren Opernerfahrungen zählen Alfredo in „Libiamo ne’ lieti calici“ aus Verdis La traviata mit der Raven Opera Company im Jahr 2023 sowie Acis in „The Flocks Shall Leave the Mountains“ aus Händels Acis and Galatea mit derselben Compagnie im Jahr 2022.

Joseph wurde in Canterbury geboren und erwarb einen BA in Modern Languages (Deutsch und Italienisch) am Royal Holloway, University of London. Das universitäre Studium zweier zentraler Sprachen des Opernrepertoires prägt seinen Umgang mit Text, Diktion und Interpretation. Seine sprachliche und musikalische Ausbildung entwickelte sich ab 2018 parallel, als er sowohl sein Studium der modernen Sprachen als auch seinen Gesangsunterricht bei Stuart MacIntyre begann. 2021 wurde er während seines Bachelorstudiums Choral Scholar im Choir of Royal Holloway und blieb dem Chor bis 2024 verbunden. Anschließend schloss er am Royal Holloway ein Postgraduate Diploma in Music mit Auszeichnung ab.

Mit dem Choir of Royal Holloway trat Joseph bei zahlreichen Konzerten und Tourneen auf und wirkte an umfangreichen Aufnahmetätigkeiten mit. Zu seiner Diskografie gehören der vierte Satz von Beethovens Neunter Symphonie auf der Live-Aufnahme aus dem Barbican von Thomas Adès und der Britten Sinfonia, Beethoven: Symphonies Nos. 7, 8 & 9 – Barry: The Eternal Recurrence für Signum Classics; Ola Gjeilos DREAMWEAVER mit dem Royal Philharmonic Orchestra sowie Aufnahmen von Werken von Flor Peeters, Dan Locklair, Cecilia McDowall und Eleanor Daley. Außerdem ist er gemeinsam mit der Sopranistin Isabelle Davis als Duettsolist in Paul Mealors „A Welsh Prayer“ zu hören, das von Decca auf HM Queen Elizabeth II – The Commemorative Album veröffentlicht wurde.

Zu seinem solistischen Konzertrepertoire gehören Händels Messiah, Bachs Johannes-Passion, Karl Jenkins’ The Armed Man: A Mass for Peace und Howard Goodalls Eternal Light: A Requiem. In der Saison 2023/24 war er außerdem Tenor Choral Scholar an St Bartholomew the Great, West Smithfield.

(Aktualisiert 08/2026)